OÖ wird umweltfreundlicher

Weitere Beschlüsse zu Schülerparlamenten, mehr Recycling am Bau, Verbot von Ölheizungen, EU-Repair-Siegel

Erfreuliche Nachrichten für Hobbyimker und Bienenfreunde - ab Sommer 2019 wird es in Oberösterreich ermöglicht, im Wohngebiet bis zu drei Bienenstöcke aufzustellen. Der Oö. Landtag segnet heute die erforderlichen Änderungen im Baurecht ab.

 

„Wir schaffen damit eine unbürokratische Regelung mit Hausverstand und leisten einen Beitrag zu einem bienenfreundlichen OÖ. Wichtig ist, dass der Schutz der Interessen von Nachbarn, Familien mit Kindern oder Allergikern gewährleistet bleibt“, so OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr, die auf die Wahrung bestehender Abstandsbestimmungen des Bienenzuchtgesetzes verweist. "Unsere Initiative hat einen großen Wert für unser Ökosystem. Es ist erfreulich, dass wir alle Landtagsparteien für unser Vorhaben im Sinne der Bienen gewinnen konnten", sagt die Klubobfrau.

 

Mehr Mitsprache für Schüler

Was im Bund möglich ist, soll auch auf Landesebene gesetzlich ermöglicht werden – in einer OÖVP-Initiative, die von allen Parteien unterstützt wird, fordert der Landtag landesweiten Schülerparlamenten im Bundesrecht einen Raum zu geben.

 

„Um das Demokratieverständnis zu fördern, ist es wichtig, junge Menschen in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Schülerparlamente sind eine gute Möglichkeit, Politik aktiv zu erleben. Dieses frühe Auseinandersetzen mit dem Finden von Mehrheiten und einer Zusammenarbeit mit allen wollen wir fördern und mit unserem Antrag auf gesetzlich feste Beine stellen“ so OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr. Im Schülerparlament vertreten sind die Schülervertreter der AHS-Oberstufe, der BMHS, der Berufsschulen sowie die Landesschülervertretung.

 

Weniger Umweltbelastung durch ökologische Baustoffe

„Im Gestaltungsbereich des Landes OÖ sollen bei Ausschreibungen im Bestbieterverfahren künftig der verstärkte Einsatz von Recyclingbaustoffen berücksichtigt werden“, verweist OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr auf einen Beschluss im Landtag heute.

 

Der öffentlichen Hand kommt hier eine Vorbildrolle zu, die nun stärker bei Bauvorhaben wahrgenommen werden wird. Als Zuschlagskriterium sollen auch die sogenannten Tonnen-Kilometer berücksichtigt werden. Dabei geht es um die Belastung der Umwelt durch den LKW-Transport.

 

Mehr nachwachsende Dämmstoffe

Derzeit hauptsächlich eingebaute Dämmstoffe sind gut, wenn es um die Verringerung des Energieverbrauches eines Gebäudes geht. Zum Wiederverwerten sind sie allerdings nicht alle gut geeignet.

 

„Derzeit werden zur Dämmung etwa nur rund neun Prozent umweltfreundliche Dämmstoffe wie Flachs, Hanf, Holzfaser, Kork, Schafwolle, Schilf, Stroh und Zellulose verwendet“, so Kirchmayr.

 

Um diesen Anteil an „grünen“ Dämmstoffen zu erhöhen, wendet sich der Landtag an den Bund. Die Rahmenbedingungen für die Rückbau- und Recyclingfähigkeit sollen verbessert werden.

 

Verbot von Ölheizungen im Neubau besiegelt

Nachdem noch erforderliche Fristen verstreichen mussten, kann nun das geplante Verbot endgültig mittels Beschluss besiegelt werden und mit 1. September 2019 in Kraft treten.

 

„Das ist ein wichtiger Schritt weg von fossilen Energieträgern und hin zu sauberen Heizungen in neuen Gebäuden in OÖ“, so Kirchmayr.

 

Vom Verbot ausgenommen sind Um- und Zubauten von bestehenden Gebäuden sowie der Tausch von bestehenden Feuerstätten. „Die neuen Regelungen müssen auch für die Eigentümer zumutbar sein“, kommentiert Kirchmayr die Ausnahmen, die aber nur eine marginale Minderheit betreffen werden.

 

Reparieren statt Wegwerfen - Landtag wendet sich innovative Repair-Siegel-Idee an EU

„Reparieren statt Wegwerfen – das schont die Umwelt und die Geldbörse. Als Landtag wenden wir uns an die EU-Institutionen, hier eine leicht verständliche Kennzeichnung einzuführen. Verbraucher sollen so rasch erkennen können, ob man das Gerät im Bedarfsfall selber einfach auf Vordermann bringen kann oder ob es dazu eine teure Fachwerkstätte braucht“, betont OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr.

 

Vor einigen Jahren war es für Laien mit wenigen Handgriffen noch möglich, bei Handys, elektrischen Zahnbürsten oder anderen Kleingeräten defekte Akkus oder Leuchtmittel selbst zu tauschen. Das ist heute auf Grund der technischen Weiterentwicklung nicht mehr möglich.

 

Um für Konsumentinnen und Konsumenten die Kaufentscheidung ähnlich des EU-Energielabels (A bis G) zu erleichtern, tritt die OÖVP in einer von allen Parteien unterstützten Landtagsinitiative für eine verpflichtende Kennzeichnung der Reparaturfreundlichkeit von Elektro-Kleingeräten in Form eines einfachen Ampelsystems ein.

 

„Das ist ein ökologischer Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und bietet unseren heimischen Betrieben Möglichkeiten mit ihren Innovationen am weltweiten Markt noch erfolgreicher zu sein“, so Kirchmayr.