Programm zur Luftreinhaltung wird am Montag beschlossen

Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten große Fortschritte und Verbesserungen bei der Luftqualität verwirklicht. Vor allem aus Industrie und Energieerzeugung konnten vielfach enorme Verringerungen von Emissionen erreicht

werden.

In einem gemeinsamen Arbeitsprozess mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Umwelt-Landesrat Rudi Anschober, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner sowie den zuständigen Verantwortlichen der Stadt Linz unter Federführung von Bürgermeister MMag. Klaus Luger, Vize-BM DI Markus Hein und Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger ein Maßnahmenprogramm erarbeitet, das am Montag in der Landesregierung beschlossen wird. Darin ist es gelungen, ein Bündel von 32
Maßnahmen einfließen zu lassen, das nachhaltig Verbesserung nicht nur für das Gebiet rund um die Messstelle am Römerberg, sondern für den gesamten Großraum Linz bringen wird. Ziel dabei ist der Gesundheitsschutz und das Vermeiden von Strafen durch ein Vertragsverletzungsverfahren durch die EU.

 

Oberösterreich zeigt bereits, dass Industrie und Klimaschutz keine Gegensätze sein müssen, sondern sich auch ergänzen. Wir haben die sauberste Industrie, was beispielsweise der hohe Anteil an erneuerbaren Energieträgern bezeugt. Daher braucht es auch im Straßenverkehr notwendige Maßnahmen, um unsere Luft reinzuhalten und
die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. 

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Grenzwerte gelten seit 2010
Die Gesetzgebung der EU legt fest, dass die Grenzwerte für Stickoxide ab 2010
eingehalten werden müssen. Es besteht daher akuter Zeitdruck. Oberösterreich muss der Kommission belegen, dass das Ziel der Einhaltung der Grenzwerte konsequent angestrebt wird und ein Maßnahmenprogramm erarbeitet und beschlossen wird, das die Einhaltung der Grenzwerte ermöglichen kann.

 

Handlungsbedarf erkannt
Intensiv wurde in den vergangen Monaten analysiert, welche Maßnahmen besonders geeignet sind, um den Grenzwert für Stickstoffdioxid zu unterschreiten. Eine Verursacheranalyse zeigt: Hauptverursacher für die Grenzwertüberschreitungen des NO2-Jahresmittelwerts ist der Straßenverkehr und insbesondere die
Stickoxidemissionen der Dieselfahrzeuge. 

 

Maßnahmen im Überblick

 

  • Vorantreiben von Nachrüstungen bei der Software als auch im Hardwarebereich bei Diesel-PKWs
  • das Unterbinden von Abgasmanipulationen
  • Maßnahmen zur Modernisierung des Taxibestandes in Linz
  • ein Maßnahmenbündel, um den Anteil der E-Mobilität zu erhöhen
  • eine Vielzahl von Maßnahmen im öffentlichen Verkehr inklusive einem Konzept für
  • Busschleusen an Linzer Einfallstraßen
  • Maßnahmen für gebietsbezogene Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sowie
  • Maßnahmen, um den Ausbau der Rad- und Fußinfrastruktur zu forcieren

Eine wesentliche Maßnahme zur Verringerung der Stickoxidbelastung in Linz ist die Förderung von Elektromobilität. Hier wird beispielsweise im Rahmen einer Landesinitiative für energieeffiziente emissionsfreie Taxis die Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen und Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen vom Land OÖ gefördert. 

Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner

Zur gesamten Presseaussendung

Unterlage_Positive Emissionsentwicklung_Stahlindustrie OÖ

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