Deregulierung wird umgesetzt, konkrete Maßnahmen eingeleitet

Fachabteilung des Landes wurde beauftragt, einen Vorschlag zur genauen Umsetzung der Öffnung von stationärer Pflege für Pflegeassistenten zu erarbeiten – konkrete Maßnahmen zur Deregulierung wurden eingeleitet.

„Der Einsatz von Pflegeassistenten in Alten- und Pflegeheimen nimmt Fahrt auf“, erläutert OÖVP-Sozialsprecher LAbg. Wolfgang Hattmannsdorfer die entsprechende Initiative der OÖVP gestern im Unterausschuss Pflege des Oö. Landtags. Im Unterausschuss wurde vereinbart, dass §16 der OÖ Alten- und Pflegeheim Verordnung überarbeitet wird und Pflegeassistenten künftig berücksichtigt werden. Die Fachabteilung des Landes wurde beauftragt, einen Vorschlag zur Umsetzung der Öffnung von stationärer Pflege für Pflegeassistenten zu erarbeiten.

Viele Pflegeassistenten, die sich in Alten- und Pflegeheimen bewerben, mussten bisher abgelehnt werden. Denn diese dürfen in Krankenhäusern, aber nicht in der stationären Pflege arbeiten. Die Öffnung ist eine rasche und sinnvolle Sofort-Maßnahme, die angesichts der Personalnot und leerstehender Heimtrakte dringend nötig war.

OÖVP-Sozialsprecher LAbg. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer

Die weiteren Vorteile: Eine Entlastung bestehender Mitarbeiter in den Heimen sowie eine stärkere Durchlässigkeit zwischen dem Pflege- und Gesundheitsbereich. „Wiedereinsteiger oder Umsteiger erhalten so mehr Berufsmöglichkeiten“, so Hattmannsdorfer. Alle anderen Bundesländer setzen Pflegeassistenten bereits erfolgreich mobil und stationär ein. Anfang des Jahres hat die OÖVP bereits erreicht, dass mobile Pflegedienste für Pflegeassistenten geöffnet wurden.

 

Deregulierung wird umgesetzt, konkrete Maßnahmen eingeleitet

Weiters wurden im Unterausschuss erste Deregulierungsschritte präsentiert wie insbesondere die Reduktion der Hilfs- und Kontrollaufzeichnungen. „Diese Offensive zur Deregulierung wird auf Initiative der OÖVP vorangetrieben und konkretisiert“, so Hattmannsdorfer. „Es geht darum, Menschen zu pflegen und nicht irgendwelche Akten. Im Sozialbereich wurde ein Bürokratieberg geschaffen, unter dem die Mitarbeiter in der Pflege täglich leiden und der wertvolle Zeit raubt, die für die eigentliche Arbeit für und am Menschen genutzt werden sollte.“ Bis zum nächsten Unterausschuss müssen die Gesetze und Verordnungen durchforstet werden. „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel bei den Dokumentationspflichten mit Fokus auf Auffälligkeiten statt Alltäglichkeiten“, so Hattmannsdorfer.

 

shutterstock_104145671.jpg